Saisonabschluss 2016 / 17

Die aktuelle Saison ist nun seit wenigen Tagen vorbei und wir möchten hier noch einmal eine kleine Zusammenfassung für alle Interessierten hinterlassen:


Poolbillard:    Oberliga Sachsen (#psc_erste)

Platz 1 / 8AUFSTIEG in die Regionalliga
(42 Punkte → 11 Punkte Vorsprung auf Platz 2 || 20 Punkte Vorsprung auf Platz 3)


Poolbillard:    Verbandsliga Sachsen (#psc_zweite)

Platz 1 / 8AUFSTIEG in die Oberliga Sachsen
(37 Punkte → 1 Punkt Vorsprung auf Platz 2 || 14 Punkte Vorsprung auf Platz 3)


Poolbillard:    Landesliga Sachsen (#psc_dritte)

Platz 3 / 6
(21 Punkte → 2 Punkte Rückstand auf Platz 1 & 2 || 12 Punkte Vorsprung auf Platz 4)


Snooker:    1. Sachsenliga (#psc_snooker_erste)

Platz 3 / 8
(28 Punkte → 11 Punkte Rückstand auf Platz 1 || 6 Punkte Rückstand auf Platz 2)


Snooker:    2. Sachsenliga (#psc_snooker_zweite)

Platz 5 / 6
(5 Punkte → 6 Punkte Rückstand auf Platz 4 || 1 Punkt Vorsprung auf Platz 6)


Mit einer überragenden Leistung dominierte unserer erste Poolbillardmannschaft die Oberliga und steigt mit deutlichem Abstand in die Regionalliga auf !
Kein einziger Spieltag ging verloren – 14 Siege aus 14 Spielen !!

Ganz knapp hingegen ging es in der Verbandsliga zu. Unsere zweite Poolbilardmannschaft konnte mit einem Minimal-Vorsprung von nur einem Punkt auf den Verfolger Uhyster BSV den Aufstieg in die Oberliga sichern !

In der Landesliga platzierte sich unsere dritte Poolbillardmannschaft im guten Mittelfeld auf Platz 3 !

In der 1. Sachsenliga konnte unsere erste Snookermannschaft sehr gut mithalten und schließt die Saison auf Platz 3 ab !

In der 2. Sachsenliga gelang es unserer zweiten Snookermannschaft am letzten Spieltag noch, durch ein Unentschieden die rote Laterne an Snoobi Dresden abzugeben!

Wir sind alle gespannt, wie sich unsere Mannschaften in der neuen Saison schlagen werden. Wir halten Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden !

PS: Danke Peter für die Vorlage ;-)

Irgendwas ist immer

Am vorletzten Spieltag der diesjährigen Verbandsliga setzte es die nun schon elfte Niederlage für unsere PSC-Zweite – und zum fünften Mal wurde es ein denkbar knappes 5:7. Aber wieder einmal warf ein Ungemach einen PSCer völlig aus der Bahn, womit schon wieder das Erfolgserlebnis ausblieb, diesmal gegen die Dritte von BiBaBo Leipzig.

Kurz vor Ende des Einspielens passierte es unserem über die Saison hinweg sicher besten Akteur, Toni, dass sich mit hässlichem Geräusch die Pommeranze von seinem Queue verabschiedete. Völlig verunsichert versuchte Toni sich noch mit diversen anderen Queues kurz einzuspielen, allein sein Selbstvertrauen war weg. Elf Fouls gegen einen nun auch nicht gerade überragenden Sven Kaschig sprechen eine deutliche Sprache, da half auch kein Kampf. Verdient gewann Sven die Partie und hatte auch im 10-Ball keine Mühe beim 7:2. Lobenswerterweise gab sich Toni nicht auf, aber auch beim dritten Aufeinandertreffen mit Sven setzte es eine Niederlage, wenn auch mit 7:8 knapp. Toni ohne jeden Partiegewinn, das war nicht zu kompensieren.

Dirk war in seinen Partien schlicht Außenseiter. Gegen den an diesem Tag bestens aufgelegten Eugene Noel McCormack hatte er beim 10-Ball keine Chance, verlor 1:7. Auch gegen den starken Maik Sommer, sah er im 8-Ball kein Land und musste diese Partie mit 2:6 abgeben. Umso bemerkenswerter war sein verdientes 8:3 im Neunball gegen den gleichen Spieler, das war schon etwas. Maik war gegen Ende der Partie mit den Nerven ziemlich am Ende. Die hatten schon in dessen Eröffnungspartie gegen Peter gelitten.

In einem gutklassigen 14+1 rang Peter den Leipziger mit 80:71 nieder und ihm gelang endlich mal ein notierbares Break von 18. Da war er eigentlich schon weg von Maik, aber ein Fehler unseres Routiniers ermöglichte dem Leipziger einen leichten Einsteiger und in zwei Aufnahmen war dessen Rückstand wieder aufgeholt, womit die Partie dann in einen taktischen Schlagabtausch mündete, den Peter erfreulicherweise für sich entscheiden konnte. Auch gegen den wirklich gut spielenden Noel zeigte Peter ansehnliches Billard und hätte sicher den Partiegewinn (nach zwischenzeitlichem 1:4 Rückstand) auch verdient gehabt, ein Quentchen Glück mehr sicherte Noel aber schließlich im Decider die Partie. Ralf Eberle schließlich im 10-Ball baute einfach zu viele Böcke an dem Tag und konnte so Peter, der auch hier nicht nachließ, bei dessen 7:3 nie wirklich gefährden.

Aber da war ja noch was. Und bevor unserem Kücken der süße Duft des Erfolges zu hoch steigt, sei gesagt, dass wir drauf achten, dass unser Niklas schön auf dem Teppich bleibt. Was der aber bei seiner Feuertaufe in der Verbandsliga ablieferte, ja das Attribut darf man hier mal verwenden, war einfach sensationell! Sich seiner technischen Mittel sicher, hochkonzentriert und ohne jede Angst vor seinen Gegnern zeigte er eine bemerkenswerte Leistung. Der erfahrene Ralf Langemeyer hat sicher schon auf höherem Niveau gespielt, aber den muss man trotz allem erst mal schlagen. Niklas tat es im 14+1 innerhalb von 33 Aufnahmen, ließ sich dabei auch vom zwischenzeitlichen Rückstand nicht von seinem offensiven Spiel abbringen. Und im 8-Ball schlug er Ralf, der sich mit aller Macht gegen die Niederlage stemmte, erneut! Kaum zu fassen. Selbst Noel, der in Dresden einen überzeugenden Auftritt hatte, musste sich mächtig strecken, um unseren Youngster schließlich mit 8:6 nieder zu ringen.

Da gewinnt also Niklas völlig überraschend zwei Partien, Peter macht mit zwei und Dirk mit einem Partiegewinn die Hausaufgaben – und Toni fliegt die Pommeranze weg. Irgendwas ist immer… So verrückt schlecht die Saison für unsere Zweite lief, so erstaunlich ist die Tatsache, dass sie es noch immer in der Hand hat die Klasse zu halten, mit einem Sieg in Plauen am letzten Spieltag (bei gleichzeitiger Niederlage der Uhyster in Leipzig). Vielleicht ist uns ja auch mal das Glück hold, also Kopf hoch. Versuchen wir eben dieses Glück mit einer guten Leistung beim Saisonfinale zu zwingen.

Vielleicht Gold wert

Um es kurz zu machen: es war eine klare 10:2-Niederlage der zweiten Mannschaft gegen den bisher ungeschlagenen Tabellenführer und Lokalrivalen Joes.

Schon die erste Runde machte deutlich, was die Zweite von diesem Spieltag zu erwarten hatte. Sowohl Peter (31:80), als auch Dirk (34:80) und Bodo (10-Ball: 7:1), der den in der 1. Mannschaft aushelfenden Toni vertrat – Danke an dieser Stelle noch mal! – konnten die Dominanz der übermächtigen Spieler des Tabellenführers brechen. Lediglich Tobi (dem auch eine 17er Serie gelang) hatte ansatzweise eine Chance seine Partie zu gewinnen. Aber er machte zu wenig aus seinen Möglichkeiten und so verlor auch er sein Spiel.

In der etwas knapperen (vor allem Peters 10-Ball gegen Tommy) 8-Ball-Runde wurde aus dem 0:4 ein 0:8 und es drohte ein White-Wash zu werden, was allerdings Peter und Tobi verhindern konnten.

So stand es, wie schon erwähnt, am Ende 2:10 aus Sicht der Zweiten.

Durch den Sieg von BiBaBo gegen Plauen wird sich der Abstieg in dieser Saison wohl zwischen unserer Zweiten und den Uhystern entscheiden. Aktuell ist die PSC-Zweite mit 3 Punkten (4) Rückstand auf Uhyst (7) Tabellenletzter. Das Spielverhältnis spricht dabei im Moment für die Uhyster (-46 gegenüber -50 für die PSC-Zweite).

Umso wichtiger könnten die 2 gewonnen Spiele gegen Joes werden. Denn das auf dem Zettel einfacherer Restprogramm hat die PSC-Zweite:

Restprogramme
Uhyst:
BT Vogtland (H)
Pool Leipzig (A)

PSC-Zweite:
BiBaBo (H)
Plauen (A)

Es ist also noch alles drin für unsere Zweite. Drücken wir die Daumen!!!

Marathon in Leipzig

Wenn es mal wieder länger dauert, … spielt die 2. Mannschaft des PSC im Pool Leipzig.

So in etwa könnte man den Auftritt unserer Zweiten in Leipzig zusammenfassen.
Nach verzögerter (wenn auch pünktlicher) Anreise auf Grund des Marathons und einem dadurch ohnehin schon verspäteten Beginn, dauerte bereits die 14-1 Runde sage und schreibe 3 Stunden.

Jeweils “nur” “rekordverdächtige” 53 Aufnahmen brauchten Toni und Dirk. Während Dirk sein Spiel gegen einen verbissen kämpfenden Michael mit 48-80 verlor, gelang es Toni immerhin einen schmeichelhaften 80:78-Sieg gegen Roland einzufahren. Bedenkt man die höchste Serie von 17-Bällen am Stück, muss man sich um so mehr fragen, was Toni die anderen 52 Aufnahmen gemacht hat.
Sogar noch 5 Aufnahmen mehr (58) brauchte Tobi um einen noch viel schmeichelhafteren Sieg (ebenfalls 80:78) gegen Janet einzufahren. Das einzige was bei diesem Spiel überhaupt nach Billard aussah, war Janet’s erste und höchste Aufnahme von 11 Punkten und die letzten 6 am Stück gelochten Bälle, die Tobi den Sieg brachten.
Fast genauso lange wie die 14-1-Partien dauerte Peters 10-Ball Niederlage gegen Uwe Seypt (4-7), der anscheinend am besten mit den sehr, extrem, “übelst”, verdammt, “unbeschreiblich” anspruchsvollen Tischen zu Recht kam. Auch wenn man (mit Verlaub) bei Uwe Schwierigkeiten hat, zu glauben, dass er einen Zugball spielen kann. Aber vielleicht ist genau das das Erfolgsgeheimnis auf den anspruchsvollen Tischen, wenn das eigene Spiel (durch die im Training verwendeten Scheunentore oder wodurch auch immer) so ungenau ist, dass jeder zweite Ball klappert und die zunehmende Frustration jede vorhandene Technik und Selbstverständlichkeit beim Lochen nimmt.

Nach der 1. Runde stand es also (aus PSC-Sicht äußerst schmeichelhaft) 2:2.
Die Qualität der Spiele setzte sich auch in der 8-Ball Runde fort. Tobi verzweifelte weiterhin an den Tischen und Uwe rollte die Bälle (gefühlt ohne jede Wirkung) einfach rein. Wobei man ihm zu Gute halten muss, dass er auch ein 8-Ball ausspielte. Das 6:1 für Uwe war vollkommen verdient gegen einen am Rande des Wahnsinns befindlichen Tobi.
Bei Dirk und Janet zogen sich die 8-Bälle hin und es war eine Mischung aus Lotterie und Nervenstärke wer das jeweilige Spiel am Ende gewann. In diesem Fall war es Janet, die Dirk mit 6:5 schlug.
Überzeugender waren die Siege von Peter gegen Michael (6:3) sowie von Toni im 10-Ball erneut gegen Roland (7:3). Bei diesen Spielen konnte man zumindest erahnen, wodurch sich die PSC-Zweite die Qualifikation für die Verbandsliga erworben hatte.

Damit stand es nach der 2. Runde 4:4 und der Ausflug nach Leipzig drohte doch noch einen erfreulichen Ausgang für die Zweite zu nehmen. Aber da nur Peter sein 9-Ball gegen Janet gewinnen konnte, stand es am Ende 5:7 aus Sicht unserer Mannschaft. Das Tobi bei seinem 10-Ball gegen Michael eine zwar glückliche aber dennoch klare 4:0-Führung in eine 4:7-Niederlage wandelte passte in das Bild an diesem Tage.

Um 18:30 Uhr trat einen frustrierte zweite Mannschaft den Heimweg nach Dresden an.

P.S.: Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten, die keinen fehlenden Respekt für die Qualitäten der Leipziger, sondern vielmehr eine Enttäuschung über die eigene Leistung zum Ausdruck bringen sollen.

Erster Saisonsieg für die Zweite

Es ist vollbracht,

am 10. Spieltag gelang unserer Zweiten der erste Saisonsieg. Allerdings war es ein hartes Stück Arbeit, den so wichtigen Sieg einzufahren.

In der 14-1-Runde spielte Tobi gegen den wohl besten Uhyster: Daniel Hoff. Das Tobi derzeit in guter Form ist, haben die letzten Spiele gezeigt. Aber dass er einen Daniel Hoff fast schon an die Wand spielt, damit war nicht zu rechnen. Zwar machte Daniel auch den einen oder anderen Fehler, was vor allem an dem für ihn scheinbar ungewohnt schnellen Tisch lag, trotzdem erklärt das nicht allein seine Niederlage. Denn auch Tobi nutzte bei weitem nicht alle Chancen die sich ihm boten, wofür zum Beispiel das verhältnismäßig niedrige höchste Break von 13 auf Seiten Tobi’s spricht. Dennoch machte Tobi nach 21 Aufnahmen und eigentlich ungefährdet den Sack zu.

Für Dirk, der normalerweise in der ersten Runde 10-Ball spielt, aber diesmal mit Peter tauschte, war Martin Sturm ein undankbarer Gegner. Martins lockere und offensive Spielweise kann einen Gegner sehr leicht dazu bringen, einen gewissen Schlendrian einkehren zu lassen, was Martin aber auf Grund seines Spielvermögens postwendend bestraft. Dass genau das bei Dirk passierte, ließen einige liegen gelassene Chancen vermuten. Auch war bei seinen Stößen die eine oder andere “Krücke” dabei, die man von Dirk an den letzten Spieltagen eigentlich nicht mehr gesehen hatte. So kam es, dass Dirk das ganze Spiel über einem Rückstand nachlaufen musste. Am Ende (nach 48 Aufnahmen) wurde es ein leistungsgerechtes 80:61 für den Uhyster.

Für Toni lief das 14-1 gegen Uwe Schillack nicht wie gewünscht. Das ganze Spiel war ein einziger Krampf und ein richtiger Spielfluss wollte sich nicht einstellen. Die besseren Nerven bzw. den längeren Atem (38 Aufnahmen) hatte am Ende das Uhyster Urgestein, dem immerhin eine 15er Serie gelang. 67:80 hieß es schließlich aus Sicht von Toni, dessen höchste Serie lediglich eine 8 wurde.

Mit der jungen Uhyster Nachwuchsspielerin Celine Funke hatte unser Peter eine vermeintlich leichte Aufgabe vor sich. Aber was heißt das schon, nach 12 Niederlagen am Stück. Nach der 4:0 Führung für Peter konnte man schon denken, die Entscheidung ihn heute 10-Ball spielen zu lassen war die Richtige. Zwar lief auch bis dahin nicht immer alles perfekt, aber doch wirkte Peter in seinen Aktionen ziemlich gefestigt. Allerdings gab es danach einen Bruch in seinem Spiel, so dass Celine auf 4:3 herankam und es einem schon wieder Angst und Bange um unseren Vereinsvorsitzenden werden konnte. Allerdings kniff Peter die Pobacken zusammen und erkämpfte sich ein insgesamt trotzdem verdientes 7:4. Auch wenn es vielleicht kein spielerischer Glanzpunkt war, so steht am Ende doch der erste Sieg nach langer Zeit auf dem Zettel. Alles andere war in diesem Moment egal.

Nach der ersten Runde stand es also 2:2. Alles beim Alten, was die Paarungen angeht, hieß es in der zweiten Runde.

Peter durfte sich erneut mit Celine messen. Auch wenn das Spiel dieses mal 8-Ball hieß, war der Charakter der Partie eigentlich derselbe. Allerdings hatte Peter zu Beginn des Spiels größere Probleme. Erst nach einem Rüffel seines Mannschaftskapitäns gelang es ihm, die Konzentration wiederzuerlangen und er gewann relativ ungefährdet mit 6:3. Sein zweiter Sieg an diesem Tag und zumindest für die Sieg-Quote ein gewisser Balsam.

Auch bei Dirk, war der Charakter seiner 8-Ball-Partie derselbe wie in der 1. Runde. Martin, der das Spiel mit 6:2 gewann, war an diesem Tag insgesamt eine Nummer zu groß, was aber vor allem auch daran lag, dass Dirk seine Qualitäten einfach nicht auf das grüne Tuch bringen konnte.

Daniel Hoff sann im 8-Ball gegen Tobi auf Revanche für die Niederlage im 14-1. Bei einem Endstand von 6:1 kann man diese als durchaus gelungen bezeichnen. Allerdings war das Spiel offener als das Ergebnis vermuten lässt. Der Unterschied zwischen Daniel und Tobi bestand im wesentlichen darin, dass Daniel so abgezockt war, die Chancen, die sich im boten zu nutzen, denn die Spiele liefen im Wesentlichen so ab, dass Daniel breakte und dann an der vorletzten bzw. letzten Farbe oder gar der 8 scheiterte. Daraufhin hatte Tobi durchaus die Chancen den Tisch runterzuspielen, was ihm aber, bis auf eine Ausnahme, nicht gelang.

Seine Niederlage aus dem 14-1 gegen Uwe wollte Toni nicht auf sich sitzen lassen und ihm in seiner Lieblingsdisziplin gehörig den Marsch blasen. Allerdings wurde das weitaus schwerer als er sich das vorgestellt hatte. Denn Uwe ließ sich nicht abschütteln und so kam es zum Decider. Den konnte Toni nach einem schweren Patzer des Uhysters glücklicherweise für sich entscheiden.

Damit stand nach der 2. Runde ein 4:4 auf der Anzeigetafel. Ein Unentschieden gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten wäre für die Zweite allerdings zu wenig. Es mussten in der 3. Runde also 3 Siege her.

Den ersten Sieg, konnte erwartungsgemäß Toni einfahren. Ohne groß zu glänzen fuhr er einen nie gefährdeten 8:4-Sieg gegen Celine ein.

Den zweiten Sieg errang Tobi in seinem 10-Ball gegen Daniel, der zwar ziemlich mit dem Tisch haderte, aber trotzdem war Tobi’s Sieg nicht unverdient, denn er nutzte einfach seine Chancen.

Peter’s Sieg war auch der Spielweise Martins zu verdanken, die Peter im Vergleich zu Dirk sehr entgegenkommt. Die offensive Grundausrichtung sorgt für offene Tische, Spielfluss und ausreichend Chancen, die Peter dieses mal auch endlich wieder konsequent nutzen konnte. Peters beste Leistung seit langem brachte ihm mit 8:3 seinen 3. Sieg an diesem Tag und der Zweiten den lange ersehnten ersten Saisonsieg ein. Und dieser Sieg war nicht nur Balsam für die Quote, sondern vor allem für die in letzter Zeit arg in Mitleidenschaft gezogenen Billardseele. Und dies gilt nicht nur für Peter, sondern die gesamte Mannschaft.

Da fiel es nicht mehr ins Gewicht, dass Dirk sein 9-Ball gegen Uwe im Decider verlor. Ärgerlich für Dirk und die Statistik, aber viel wichtiger an diesem Wochenende war der erste Sieg in dieser Saison. Auf einmal sind auch die Aussichten für den Klassenerhalt der Zweiten ganz andere. Denn auch am nächsten Spieltag am 19.04. in Leipzig gegen Pool 2000, sind durchaus Punkte drin und dann kann sogar die rote Laterne abgegeben werden.

Bis dahin, gut Stoß,
Tobi

P.S.: Vielen Dank an Gunter, für das putzen der Kugeln. ;-)

PSC-Zweite schnuppert an Sensation gegen die Erste

Am Wochenende kam es gleich zum Beginn der Rückrunde zum Aufeinandertreffen unserer beiden Verbandsliga-Mannschaften. Dabei “reiste” die Erste zum “Auswärtsspiel” bei der Zweiten.

14-1:
In der 14-1-Runde trafen Toni und Carsten, der normalerweise 10-Ball spielt, aufeinander. Außerdem durfte sich Peter mit Ronny messen und im Duell der Mannschaftskapitäne traf Tobi auf Tilo. Das 10-Ball bestritten Dirk und Hannes.

In satten 45 Aufnahmen rang Toni, der zwar noch nicht wieder in Topform ist, aber doch einen gewissen Aufwärtstrend zeigte, Carsten nieder, dem man anmerkte, dass 14-1 nicht seine Lieblingsdisziplin ist. Zu viele Unkonzentriertheiten auf Carsten’s Seite ließen keine hohen Breaks (außer einer 12) zu Stande kommen, so dass Toni mit seiner 14-1-Erfahrung, das Spiel mit mehreren kleinen Breaks (max. 8) nach Hause holte. Damit war die erste kleine Überraschung perfekt.

Nicht halb so viele Aufnahmen (22) wie Toni und Carsten brauchte Ronny um Peter eine empfindliche Niederlage beizubringen. Zwar überließ Peter Ronny ein ums andere mal einen offenen Tisch, aber trotzdem muss man die dann erstmal runter schießen. Denn auch Peter hatte durchaus Chancen, konnte diese seinerseits aber nicht in wirklich hohe Breaks (max. 1o) ummünzen. Überhaupt hatte man den Eindruck, dass Peter mehr mit sich selbst und dem Billardgott, statt mit seinem Gegnern kämpfte. Was sich an diesem Tag auch in seinen anderen Partien fortsetzte.

Das Duell der Mannschaftsführer ging glücklich aber dennoch verdient an Tilo. Der hatte aber seine liebe Mühe mit dem offensiven Spiel von Tobi und den giftigen Mitteltaschen, die seine Lochversuche ablehnten. Es entwickelte sich ein Spiel auf gutem Niveau, dass mehr von Tobi bestimmt wurde, als man es vorher gedacht hätte. Mit ein bisschen mehr Glück, mehr Ruhe im Breakbuilding und dem diesmal ausgebliebenen höheren Break (heute “nur” 10) hätte es vielleicht reichen können. So aber gewann Tilo nach soliden 25 Aufnahmen und einer höchsten Serie von 14 (da war mehr drin) mit 80-72.

Im 10-Ball zeigte Hannes gegen Dirk eine starke Leistung. Mit präzisen Safes und souveränem Lochspiel ließ er Dirk in keiner Phase des Spiels zur Entfaltung kommen und gewann hoch verdient mit 7-2, was eine 3-1 Führung für die Erste nach dieser Runde bedeutete.

8-Ball:
Die 8-Ball-Runde mit den Spielen Dirk-Ronny, Peter-Tilo und Tobi-Hannes sowie dem 10-Ball zwischen Toni und Carsten brachte die eine oder andere Überraschung.

Zwar schoss Ronny gegen Dirk das erste Spiel direkt vom Anstoß weg aus, doch danach war es mit der Herrlichkeit in seinem Spiel auch schon wieder vorbei. Zu viele Fehler sowie Dirk’s abgezocktes Nutzen der Chancen führte zur ersten großen Überraschung in dieser Runde. Selten hat man Dirk auch in den entscheidenden Szenen so sicher und nervenstark gesehen wie in diesem Spiel, so dass sein 6-4 Sieg absolut in Ordnung ging, was auch der eigentlich favorisierte Ronny neidlos anerkannte.

Ein ganz anderes Bild zeigte sich im Zweiten 8-Ball. Dort brauchte sich Tilo gegen einen an diesem Tag (zwar von Rückenschmerzen beeinträchtigten, aber trotzdem) indisponierten Peter nicht sonderlich anstrengen, um zu einem auch in der Höhe verdienten 6-1 zu kommen.

Das 8-Ball zwischen Tobi und Hannes war in der ersten Phase des Matches sehr ausgeglichen. Keinem der beiden Spieler gelang es, ein Spiel auszuschießen, so dass nahezu jedes Spiel bis zum 4-3 für Tobi (nach 3-2-Führung für Hannes) gleich ablief. Ein Spieler begann den Tisch runterzuspielen, doch bei der vorletzten oder letzten Farbe blieb dieser hängen und wurde anschließend vom anderen ausgesafet und verlor das Spiel. In den letzten beiden Spielen zeigte Tobi jedoch die größere Nervenstärke, bzw. gelang es Hannes dieses mal nicht seinen Gegner safe zu stellen, so dass Tobi 4 Frames in Folge und damit auch das Spiel gewann. Endstand 6-3.

Das Carsten gegen den abgehockten 10-Ball-Profi mehr bringen muss als nur solide zu lochen zeigte sich relativ schnell. Bei nur noch 4 oder 5 verbleibenden Bällen besitzt Toni so viel Routine, dass er sich diese Spiele nicht mehr nehmen lässt. So gewann Toni auch das Zweite Match gegen einen sehr unkonzentriert spielenden Carsten. Diesmal stand es am Ende 7-3, wodurch nach der zweiten Runde auf einem ein 4-4 auf dem Spielberichtsbogen stand. Das bedeutete das sich die erste in der letzten Runde doch etwas strecken musste, um den von allen erwarteten Sieg zu erreichen.

Dirk beim 9-Ball-Break

9-Ball:
In der abschließenden Runde spielten Peter gg. Hannes, Toni gg. Tilo sowie Dirk gg. Carsten 9-Ball, während sich Tobi und Ronny im 10-Ball messen durften.

Wie schon in den beiden Runde zuvor wollte Peter gegen Hannes kaum etwas gelingen. Wozu er in der Lage ist, zeigte er aber gleich im ersten Frame, als er diesen wie im Lehrbuch runterspielte und mit 1-0 in Führung ging. Was danach kam ist eigentlich nicht zu erklären. Denn alle nachfolgenden Spiele gewann Hannes. Sicher lief es wieder einige Male unglücklich für Peter, aber trotz allem Respekt für Hannes, lässt sich Peter normalerweise nicht für 8 Frames hintereinander aus dem Spiel nehmen. Aber wenn dieser Spieltag ein was Positives für Peter hatte, dann die Gewissheit, dass es von nun an nur noch aufwärts gehen kann. Und das ist auch bitter nötig, um die Zweite wieder in die Erfolgsspur zurückzuführen, denn dafür braucht diese einen Peter in Normalform, der mit einem Lächeln im Gesicht und einem butterweichem Stoß, jeden Gegner niederringen kann.

Wie in Tobi’s 14-1 konnte auch Toni in seinem 9-Ball gegen Tilo lange (bis zum 6-6) gut mithalten, aber am Ende (6-8) setzte sich die Routine, “Arschruhe” und nicht zuletzt die Klasse von Tilo durch. Trotzdem eine starke Leistung von Toni.

Was Carsten im 9-Ball gegen Dirk teilweise akustisch von sich gab, war nicht mehr nur an der Grenze der Unsportlichkeit, sondern teilweise schon darüber hinaus. Carsten, das hast du nicht nötig! (Ausrufezeichen). Und auch wenn Dirk sich nach eigener Aussage nicht davon beeinträchtigen ließ, lässt der Spielverlauf vermuteten, dass das nicht ganz stimmt. Denn auch Dirk hat im 9-Ball inzwischen die Klasse, Spiele aus eigener Kraft zu gewinnen. Am Ende wurde es ein 8-5 für Carsten.

Im 10-Ball gegen Tobi baute Ronny zwar den einen oder anderen Fehler ein, aber das war nicht allein der Grund für seine Niederlage. Mit sauberem und sicherem Spiel gelang es Tobi immer wieder, Frames zu gewinnen. Auch das Endergebnis (7-4) ist in dieser Höhe nicht unverdient. Zumal Tobi beim stand von 6-3 die 10 wunderschön als langen Bänder lochte, allerdings der Weißen soviel Zug (weicher Stoß) mitgab, dass diese laaaangsam und gemächlich den Weg in die Tasche fand. So musste Ronny seine Gratulation abbrechen und es kam zu einen weiteren Frame.

Somit stand das Endergebnis fest. 7-5 für unsere Erste. Damit setzt sich ein Stückweit auch die Hinrunde fort: Die Erste gewinnt ohne den ganz großen Glanz, aber dennoch souverän einen Großteil der Spiele und darf weiterhin vom Aufstieg träumen, auch wenn es schwer wird, die 4 Punkte Rückstand auf die zwei führenden Mannschaften aufzuholen. Währenddessen verliert die Zweite immer wieder knapp und teilweise auch unglücklich ihre Spiele. Sicher, wenn man bei 8 Spielen nur ein Unentschieden erreicht und den Rest verliert, ist man verdient Letzter, aber die Ergebnisse der Saison spiegeln nicht immer das Leistungsvermögen der Mannschaft wieder.

Weiter geht es am Sonntag den 1.3. Dann fährt die Zweite zum Tabellenzweiten nach Plauen ins Vogtland, während die Erste zu Hause den Vorletzten BiBaBo aus Leipzig empfängt.

Bis dahin,
Gut Stoß,
Tobi

Oh je – Seuchensaison der PSC-Zweiten nimmt kein Ende

So langsam nimmt die erfolglose Serie unserer zweiten Verbandsliga-Mannschaft dramatische Züge an. Auch in Leipzig kam sie nach dem Gastspiel bei BiBaBo mit leeren Händen aus dem dortigen alten Bahnhof. Es ist wie verhext, es wollen einfach keine Punkte mehr gelingen. Und schlecht spielten unsere Mannen trotzdem nicht, doch in dieser Saison sind unsere Gegner hervorragend aufgestellt und treiben sich – man möchte fast sagen ausgerechnet – gegen uns zu Höchstleistungen bzw. gewinnen die engen Spiele.

Das unsere Truppe insgesamt unter Wert in der Tabelle geführt wird, zeigte gleich in der ersten 14+1-Partie Käptn Tobias Jäkel. Gegen einen ebenfalls Klasse aufgelegten Eugene Noel Mc.Cormack zeigte er eine weitere sehenswerte Leistung. Seine ersten zwei, zugegeben schweren Einsteiger konnte er nicht lochen, so dass er gleich in Rückstand geriet. Eugene lochte konstant und zog davon. Der Ire schoss offene Tische runter, sammelte so fleißig Punkte und überließ die Splits aber dann Tobias. Der hatte mit seinen Öffnungsversuchen kein rechtes Glück, regelmäßig fehlte die Fortsetzung bzw. er spielte sich rasch fest. Aber unser Spieler blieb konsequent, suchte offensiv weiter seine Chancen. Um es mit den Worten von Jens Voigt (Radsportler) zu sagen: “Ich hab solange auf das Glück eingeprügelt bis ich es hatte.” Ab der Hälfte des Spiels gelangen nämlich die Splits und so sprang u.a. eine 20er Serie raus. Am Ende wurde das Spiel noch mal zäh und die letzten Bälle zum Sieg ließen auf sich warten, doch “pünktlich” in der 30.Aufnahme stand Tobi´s Sieg fest. Insgesamt hat Noel ziemlich stark gespielt, aber man merkte, dass er seltener 14-1 spielt. Trotzdem spielte auch der immerhin ein 17er Break! Aber Spitze Tobi – und endlich auch mal wieder belohnt worden!

Unser Ältester traf auf Sven Kaschig. Gegen diesen versuchte Peter Frey im Prinzip mit den gleichen Mitteln zum Erfolg zu kommen wie Tobi im ersten Spiel. Also offensiv das Spiel entwickeln und in die Breaks kommen. Nur, es sollte nicht sein. Auch Peter “prügelte auf das Glück ein” – nur kam es nimmer. Immer wieder scheiterte er bei den Splits, das Klappern der Objektbälle in den Taschen frustierte ihn mehr und mehr. Zweimal ging der Pulk super auf – aber die Weiße fand auf abenteuerliche Weise den Weg in irgendeine Tasche. Es war eine Strafe und Sven Kaschig konnte defacto im Schongang sage und schreibe sieben mal die Tische abräumen, bis hin zum klaren 80:53-Sieg in der 31.Aufnahme. Am Ende war Peter nur noch genervt und man musste um sein Auftreten in den Folgespielen fürchten.

Unser Toni Kreibich schließlich maß sich mit Maik Sommer, ein wahres “Lochschwein” der einfach alles versenkte was ihm vor den Qeue kam. So gesehen war es schon erstaunlich, dass die Partie über 36 Aufnahmen ging, die Bilder lagen insgesamt suboptimal. Gerade das kam aber offensichtlich der enormen Lochstärke von Maik zugute, der so auch seine Schwächen im Positionsspiel kompensieren konnte. Toni hatte über die gesamte Distanz nicht das Gefühl, eine Siegchance zu haben und verlor letztlich recht unspektakulär mit 52:80.

Traditionell spielte Dirk Rost das erste 10-Ball. Ralf Langemeyer ist ein unbequemer Gegner, auch weil er schwer einzuschätzen ist. Mal verschoss er einfache Bälle, dann spielte er schöne Serien und knackige Saves. Dirk kam gut in´s Spiel aber über die Distanz konnte er einfach nicht mithalten. Vor allem lochte Ralf immer wieder die Frame entscheidenden Bälle und siegte so sicher mit 7:3 .

Unsere Mannschaft ist ja inzwischen Kummer gewöhnt, so auch den schon fast obligatorischen Zwischenstand von 1:3 nach der Auftaktrunde. Aus dieser Ausgangsposition hatte sie in der Saison noch nie Punkte holen können – und das sollte leider auch an diesem Tag so bleiben.

Ralph Langemeyer schoss gegen unseren Tobias gleich den ersten 8-Ball-Frame direkt aus. Insgesamt wirkte das Spiel des Leipzigers oft von glücklichen Zufällen geprägt, aber es ist auch zu konstatieren, dass er ein gutes Spiel machte! Er war die ganze Zeit in Führung, doch Tobi blieb immer dran und konnte so auch immer wieder ausgleichen. So kam es zum Decider in dem unser Kapitän zwei wirklich gute Chancen hatte, das Spiel für sich zu entscheiden.
Und dann passieren Dinge, die man aus Sicht der Fairness auch mal monieren darf. Bei der ersten Chance und nur noch zwei seiner Farben auf dem Tisch, setzte Tobias an und auf einmal machte Ralph im Hintergrund seinem Ärger Luft. So etwas ist einfach nicht in Ordnung! Tobi setzte wieder neu an, aber seine Fokussierung auf den Ball war weg und er vergab. Nach dem Tobi auch seine zweite (Halb-)Chance nicht nutzen konnte, machte Ralph das Spiel anschließend mit drei sehr starken Bällen aus. Eine knappe Niederlage Tobi´s trotz gutenm Spiels war das Ergebnis.

Gegen Maik Sommer, der in seiner Vorpartie gegen Toni absolut überzeugt hatte, musste man um unseren Peter Frey fürchten, dessen Nervenkostüm – nicht zum ersten mal in dieser Saison – arg angeknackst war. Und der BiBaBo-Akteur legte auch mit einer Dominanz los, die einfach beeindruckend war. Er brillierte mit perfektem Stellungsspiel fand auch bei schwierigen Bildern Klasse-Lösungen bis ihm auf dem Weg zum 4:0 ein Stellungsfehler auf die Acht untelief. Mit einem Klasse-Jump lochte er Schwarz trotzdem – aber die Weiße wurde unglücklich ebenfalls in eine Tasche abgelenkt. Unser Oldie – bis dahin im Prinzip nur Zuschauer – biss sich nun in die Partie, versuchte sein Spiel zu finden und obwohl der Leipziger weiterhin das bessere Billard zeigte, lief an diesem das Spiel teilweise vorbei. Mit taktisch starkem Spiel gelang es ihm aber dann doch noch, unseren Peter im Decider zu schlagen – verdient! Immerhin, Peter bot eine willensstarke Leistung und sein zwischenzeitlicher Ausgleich zum 4:4 war auch ein Ausspiel.

Einseitig verlief die Partie von Sven Kaschig gegen unseren Dirk Rost. Der Leipziger spielte viele erfolgreiche lange Bälle und hatte klare Vorteile in der Entwicklung, im Lesen der Bilder. Das konnten einzelne gute Bälle Dirk´s niemals kompensieren. Und so gewann Sven ziemlich rasch die Partie mit 6:2

Erfreulich verlief das 10-Ball von Toni. Gegen einen in guter Form auftretenden Eugene Noel gelang ihm viel. Bei Noel wusste Toni, was ihn erwartet und konnte sich so gut auf ihn fokusieren. Mag sein, dass der Ire hier und da ein paar mehr unnötige Fehler machte als für ihn üblich, was nicht heißt, dass Noel enttäuschte. Aber Toni spielte über die gesamte Distanz konstant gut und gewann so verdient.

2:6 damit der Zwischenstand vor der Schlussrunde, auch weil wir zwei Partien im Entscheidungsframe verloren. Woran man sieht, dass es oft Nuancen sind, die über Sieg und Niederlage entscheiden. Es hätte hier auch 4:4 stehen können – tat es aber leider nicht. Mit entsrepchend geringen Chancen auf einen Punktgewinn ging das Team in die Neun-Ball-Runde

Wieder traf da Toni auf Maik Sommer, diesmal aber war unser derzeitiger Mannschaftsbester vorbereitet. Mit der richtigen Taktik (mehr Sicherheiten ins Spiel einbauen) und der Gewissheit, dass Maik oft keine gute Stellung für den nächsten Ball haben wird, war das für unseren Spieler eine Partie wie auf den Leib geschnitten. Und so zwang er den Leipziger auch immer wieder in Fehler und beraubte ihn damit gleichermaßen seiner Lochstärke. Das brachte Maik, der auch durchaus ein emotionaler Typ ist, schier zur Verzweiflung. Und Toni´s Lochspiel war konstant gut, was ihm eine Überlegenheit brachte, die den Sieg kaum jemals in Frage stellte. Ein schöner 8:3-Erfolg unseres Akteurs.

Nach Jahren gab es nun auch mal wieder eine Partie Eugene Noel gegen Peter. Und es war ein gutes Spiel, in welchem der Ire loslegte wie die Feuerwehr. Peter ließ sich aber nicht beeindrucken, auch nicht vom 0:3-Zwischenstand und zeigte – wie auch Noel – ein Ausspiel. Letztlich spielten beide mit offenem Visier und also der Offensive verpflichtet. Und erneut (zum dritten Mal an diesem Tag) ging es in einen Entscheidungsframe. Der verlief äußerst unglücklich für Peter. Nachdem er über eine Save ein Foul provoziert hatte, bekam er die Möglichkeit den Tisch abzuräumen. Nur einen schwierigen Ball gab es, der über zwei Banden auf die nächste Kugel zu stellen war. Und der legte sich genau hinter eine Kugel im Laufweg. Der Rest war Formsache für Noel. Erneut bitter für Peter.

Wieder gegen Ralf Langemeyer spielend, zeigte Dirk hier wohl seine beste Leistung an diesem Tag. Der Leipziger ging etwas glücklich mit 2:0 in Führung, das konnte Dirk aber egalisieren. Das anfangs ausgeglichene Spiel verlagerte sich aber dann immer mehr zugunsten Ralfs, der einfach mehr Bälle lochte und sich insgesamt steigerte. Wie in den Spielen zuvor konnte Dirk am Ende nicht mehr mithalten und verlor doch recht klar mit 3:7.

Man hat insgesamt den Eindruck, dass Tobi´s gewachsenes Spielvermögen sich nun auch so langsam in positiven Ergebnissen ausdrückt. Auch der 10-Ball-Tausch mit Peter (der somit nun 9-Ball spielt) scheint sich auszuzahlen. Jedensfalls konnte unser Mann – für ihn selbst fast überraschend – mit richtig viel Druck auf seinen Gegner spielen. Und ihn damit sichtlich beeindrucken. Nach der aggressiv herausgespielten 3:0-Führung war Sven Kaschig schon sehr deutlich die Resignation und Lustlosigkeit anzumerken. So war es für Tobias dann kein Problem mehr, mit konstantem und teilweise auch gutem 10-Ball den Sieg einzufahren, wobei er unnötigerweise einen Frame “verschenkte”. Aber der 7:3-Sieg war trotzdem klar und souverän.

Fazit:

Wieder ist die Mannschaft punktelos geblieben, wieder gegen einen Gegner dem sie spielerisch ebenbürtig war. Wir sollten uns keinen Illusionen hingeben. Wenn wir das nächste Spiel in Plauen nicht erfolgreich bestreiten, dann wird es ganz schwer mit dem Klassenerhalt. Dieses Schlüsselspiel wird die Truppe mit aller Konsequenz angehen, viel Erfolg dafür!

Euer Peter

Aktuelle Nummer Eins in Dresden ist Joe´s

Unsere PSC-Zweite trat am 5.Verbandsligaspieltag gegen die Besten vom Stadtrivalen Joe´s Dresden an und wie schon die PSC-Erste musste auch unsere zweite Garnitur die derzeitige Dominanz des Kontrahenten aus dem Dresdner Südosten anerkennen. Respekt dafür an die Prohliser, wobei unserer Zweiten gegen diese starke Mannschaft eine gute Leistung attestiert werden kann! Der Gast beeindruckte dabei durch eine insgesamt große Ausgeglichenheit und Konstanz. Und brachte uns schon in der 14+1-Auftaktrunde in Zugzwang

Wieder mal auf Paarung eins gesetzt, bekam unser Oldie Peter Frey es mit Stefan Anke zu tun, einem extrem lochstarken und agressiv agierenden Spieler. Peter bewies auch gegen Stefan seine Wettkampfstabilität, zeigte sehr gutes Break-Building und stieg klug aus, wenn nichts mehr ging, verzichtete auf die Brechstange und war damit sehr gut beraten. Von Anfang an geriet Stefan in Rückstand und kam nie so recht in einen guten Spielfluss. Trotzdem wurde es für unseren Mann am Ende noch knapp, weil seine Breaks insgesamt immer noch nicht hoch genug ausfallen. Insgesamt aber verdiente er sich den Sieg gegen einen enttäuschten aber keinesfalls enttäuschenden Stefan Anke redlich. In der 30.Aufnahme war der Erfolg im Kasten, starke Leistung, Peter!

Ein richtig guter Start gelang Toni Kreibich gegen den enorm starken Dirk Sonnemann. Mit sicherem Lochspiel und guten Safeties konnte er nach sechs Aufnahmen immerhin 18 Punkte zwischen sich un seinem Kontrahenten legen. Danach aber startete der Joe´s-Akteur durch. Dirks Spiel wurde immer zwingender und Toni´s Vorsprung schmolz dahin, auch weil seine Fehlerrate anstieg. Als Dirk beim zwischenzeitlichen 40:40-Gleichstand auch noch ein 26er Break auflegte, waren die Messen für Toni gelesen. Trotz insgesamt durchaus guten Spiels (u.a. mit 15er Break) musste er am Ende die Dominanz des Gegners anerkennen. In der 20.Aufnahme war Dirk Sonnemann durch, hatte rein netto nur 13 Aufnahmen für seine 80 Punkte benötigt, Respekt!

Kaum weniger stark trat der Gegner von Tobias Jäkel auf. In einer insgesamt etwas zähen Begegnung brillierte Marcel Lichi vor allem mit seinem taktischen Repertoire. So gelang es dem Joe´s-Spieler sehr gut, Tobias über weite Strecken aus dem Spiel zu nehmen. Wenn er nicht solche Probleme mit dem schnellen Tisch gehabt hätte, wäre das Ergebnis wohl noch deutlicher geworden. Und trotzdem spielte unser Tobias gut, offerierte, wenn er doch mal in die Bälle kam, mit seiner schönen Technik zweistellige Breaks (u.a. eine 19!). Am verdienten Sieg für Marcel nach 37 Aufnahmen gibt es aber nichts zu deuteln.

Wie gewohnt spielte unser Dirk Rost das erste 10-Ball. Am Anfang stotterte es bei beiden Spielern ein wenig, dann jedoch nahm die Partie Fahrt auf. Spielerisch war Dirk dem Joe´s-Akteur über weitere Strecken durchaus ebenbürtig. Mit zunehmender Spieldauer bekam Maik Schlegel dann aber doch immer mehr Oberwasser und gewann recht souverän mit 7:3. Trotzdem war hier erneut sichtbar, dass Dirk so nach und nach in der Verbandsliga “ankommt”.

Trotz guter Mannschaftsleistung stand nach der Auftaktrunde ein 1:3-Rückstand zu Buche. Der Stadtrivale ließ keine Zweifel daran, dass er hier einen weiteren souveränen Erfolg einfahren wollte.

Unglücklich verlief das 8-Ball unseres Peter Frey gegen Marcel Lichi. Bis zum zwischenzeitlichen 3:4 aus Sicht unseres Spielers war es eine Klasse-Partie Beider! Der kleinste Fehler wurde sofort mit Spielverlust bestraft, beide dokumentierten das außerdem mit einem Ausspiel. Mitten in der Partie aber erlitt Peter eine Migräne-Attacke, die damit verbundenen Sehstörungen machten ein Spiel auf Augenhöhe schlicht unmöglich und Marcel kam nun sehr schnell zum natürlich verdienten Sieg. Wirklich sehr bitter für Peter!

Dirk Rost traf in seinem 8-Ball auf Dirk Sonnemann – und stand gegen diesen praktisch auf verlorenem Posten. Der Gästespieler gestaltete die einseitige Partie wie er wollte, kam nie in Gefahr und Dirk konnte sich glücklich schätzen, mit zwei gewonnenen Frames ein White Washing verhindert zu haben. Da war einfach nix zu holen für unseren Dirk, zu deutlich die Unterschiede im Spielvermögen.

Tobias zeigte in seinem 8-Ball gegen Maik Schlegel eine weitere gute Leistung – die aber leider erneut nicht belohnt wurde. Das Niveau der diesjährigen Verbandsliga-Saison ist einfach so hoch, dass man die Frames regelmäßig verliert, wenn man sie nicht knallhart durchspielt oder zuvor mit einer absolut zwingenden Sicherheit aussteigt. Und so scheiterte unser Käpt´n ein ums andere mal kurz vor der Ziellinie und Maik war clever genug immer wieder erfolgreich den offenen Tisch abzuräumen. So war dessen Erfolg natürlich absolut verdient. Bitter für Tobias, der sich trotzdem nicht von seinem Weg des offensiven Spiels (das immer besser wird!) abbringen lassen sollte.

Ein verkorkstes Spiel unterlief Toni in seinem 10-Ball gegen Stefan Anke. Viele unnötige Fehler beschenkten Stefan wiederholt mit einem Einsteiger und lochgewaltig wie Der nunmal ist, spielte er dann mit großer Selbstverständlichkeit die Tische runter. Benötigte er ein Foul, dann bekam er es auch von Toni. Einmal ließ er Toni drei Bälle liegen und ersparte so unserem Spieler die Höchststrafe. Alles in allem machte es Toni seinem Gegner einfach zu leicht, hier war viel mehr drin.

Da gab es aber ordentlich auf den “Ballon” für unsere Zweite in der zweiten Runde. Der Sieg für Joe´s war bereits im Kasten und unsere Spieler hatten die undankbare Aufgabe im Schlusskapitel dieser Begegnung nicht völlig unterzugehen. Erfreulicherweise konnten sie das Ergebnis dann doch noch ansprechender gestalten.

Dass Stefan Anke heute durchaus zu bewingen war, hatte ja Peter schon in der Auftaktrunde bewiesen, aber im Neunball setzte unser Dirk Rost noch einen drauf! Im vielleicht besten Verbandsligaspiel seiner Karriere gelang ihm ein bemerkenswerter 8:4-Sieg gegen den starken Joe´s-Akteur, der hier aber gegen Ende die ganz große Spannkraft vermissen ließ. Nach ausgeglichener erster Spielhälfte spielte sich Dirk in einen wahren Rausch, agierte praktisch fehlerlos und ließ Stefan keine Chance mehr. Stellungs- und Lochspiel unseres Spielers waren wie aus einem Guss, große Klasse Dirk!

Nachdem es “nur noch” um die Ehre ging, war bei Toni wohl ein gewisser Druck weg – und im 9-Ball war SEIN Spiel plötzlich da. Maik Schlegel leistete allerdings auch tatkräftige Unterstützung, denn er zeigte nur wenig Gegenwehr. Immer wenn er mal einen etwas schwierigeren Ball zu lochen hatte oder die Stellung für den nächsten Ball etwas mehr Geschick erforderte, verschoss er. Toni brauchte somit nur auf Maik´s Fehler zu warten, der zudem noch Stellungsprobleme hatte.
Selbst drei Anstoß-Fouls von Toni konnte sein Gegner nicht nutzen. Das ermöglichte es unserem Aktiven immer stärker aufzutrumpfen, bis zum 8:0!

Drei richtig gute Spiele lieferte unser Tobias Jäkel an diesem Spieltag ab – und stand am Ende trotzdem mit leeren Händen da. Abschließend spielte er ein Super-10-Ball, aber wieder gegen Marcel Lichi. Und der war zum Leidwesen unseres Akteurs noch eine Klasse besser. Insgesamt sehr beeindruckend mit welcher Konstanz und Disziplin Marcel den ganzen Spieltag über spielte. Und so schlug er auch Tobias am Ende mit 7:4

Einen kuriosen Verlauf nahm die 9-Ball-Partie zwischen unserem Peter und Dirk Sonnemann. Peter, noch immer unter einer Migräne-Attacke leidend, konnte sich kaum auf den Beinen halten und lochte auch so gut wie nichts. Dirk dagegen machte so bärenstark weiter wie in seinen Spielen zuvor und ging souverän mit 3:0 in Führung. Aber irgendwie ließ er sich von Peter´s Spiel, der sich nur um den Tisch schleppte, zunehmend anstecken. Das führte zu fatalen Fehlern im Endspiel der Frames, sodass Peter immer wieder wahre Geschenke bekam, die es ihm ermöglichten im Spiel zu bleiben – bis hin zum Entscheidungs-Frame. Dort lochte er das einzige mal in diesem Match fünf Bälle am Stück und gewann so mit Glück aber auch bewundernswertem Willen völlig überraschend die Partie.

Fazit:

Zum wiederholten Male traf die PSC-Zweite auf einen bestens aufgelegten, einen stärkeren Gegner und musste sich folgerichtig geschlagen geben. Joe´s bewies, dass sie zurecht Mitfavorit auf die Verbandsliga-Meisterschaft sind und sie veredelten auch noch den zuvor erspielten Sieg gegen unsere PSC-Erste. Unsere Mannschaft muss auf ihre eigene Leistung schauen und diese Leistung ist ok, es gibt keinen Grund in Selbstzweifel zu verfallen. Wir müssen damit leben, dass es in dieser Saison nicht so recht für uns läuft. Jede Serie, auch Negativserie geht mal zu Ende. In diesem Sinne: Kopf hoch und weitermachen, Jungs!

Euer Peter

Nach Fehlstart mit Roter Laterne

Nach dem 4.Verbandsliga-Spieltag ist für die Zweite Pool-Mannschaft des PSC Dresden ein klassischer Saison-Fehlstart zu konstatieren. Nur ein Punkt aus vier Spielen hat dazu geführt, dass die Mannschaft mit der Roten Laterne “beehrt” wurde und schon jetzt darf man sagen: Das wird ein schwerer Weg raus aus dem Tabellenkeller. Gegen die Dritte von Pool Leipzig schien ein Punktgewinn, ja ein Sieg durchaus machbar, aber die Messestädter hatten einen Joker mitgebracht, der dieses Vorhaben maßgeblich verhinderte.

In der 14+1-Runde auf eins gesetzt waren Toni Kreibich und Janet Hummel. Spiele gegen Janet sind irgendwie immer zäh und sie ist schwer einzuschätzen. Gelingt ihr einerseits kaum mal ein flüssiges Spiel, ist sie andererseits in jedem Match in der Lage urplötzlich ein recht hohes Break aus dem Hut zu zaubern. So war es auch hier eine mühselige Angelegenheit mit vielen Fehlern beider Akteure.
Aber die Fehlerrate der Leipzigern lag eindeutig höher, das kompensierte auch ein schönes 17er Break nicht. In einer durchschnittlichen Partie hatte man trotz des relativ knappen Ergebnisses von 80:66 wenig Zweifel am Sieg unseres Akteurs.

Nur leise Hoffnungen konnte sich unser Peter Frey in seiner 14+1-Partie machen, denn die Leipziger öffneten ihre Personal-Wundertüte und offerierten Thimo Troks. Der ist von Haus aus in der zweiten Snooker-Bundesliga zu Hause und eine Nummer zu groß für unseren Oldie. Ungeachtet dessen zeigte der eines seiner besten Spiele überhaupt und forderte den Snookerer bravourös. Als Thimo aber in ein richtiges Break kam, endete dies erst bei 30 (dem neuen aktuellen Verbandsliga-Bestwert) und eine Vorentscheidung war gefallen. Nach 14 Aufnahmen schloss er seine eindrucksvolle Darbietung ab. Aber Peter hatte mit einem Vierer-Schnitt ebenfalls absolut überzeugt.

Erneut überzeugen konnte auch UNSER Snookerer Martin Straßberger, der erfreulicherweise unsere Pool-Zweite unterstützte und seine Klasseleistungen in dieser Disziplin aus der Bezirksliga hier zwei Spielklassen höher eindrucksvoll untermauerte. Gegen den erfahrenen und vor allem taktisch sehr guten Roland Heß benötigte er gerade mal 23 Aufnahmen, um den Sieg einzufahren. Seine Anfangsnervosität legte Martin rasch ab und lochte dann in (inzwischen) gewohnt starker Manier. Super-Partie Martin!

Gegen Uwe Seypt hatte unser Dirk eine reelle Sieg-Chance und der Leipziger riss auch in dieser Partie keine Bäume aus. Ihm unterliefen viele Fehler, doch Dirk konnte das nicht nutzen. Aufgrund seiner derzeit wieder stärkeren spielerischen Unsicherheiten hatte er richtigerweise sein Spiel umgestellt und bemühte sich darum, sichere risikoarme Bälle zu spielen. Trotzdem unterliefen ihm erneut zu viele Stockfehler, mehr als dem Leipziger. Der landete so verdientermaßen einen knappen Sieg.

Der Gleichstand nach der Auftaktrunde ließ hoffen, doch schon jetzt war klar, dass die PSC-Zweite vor allem gegen den “Leipziger Billard-Club Thimo Troks” spielte. Nur ein zusätzlicher Partieverlust und schon wäre jede Sieg-Chance dahin. Da war also schon in der zweiten, der Achtball-Runde wieder ordentlich Druck bei der Truppe.

Dirk musste jetzt gegen Janet ran, die ist spielerisch deutlich besser und war somit favorisiert. Ihrer Favoritenrolle wurde sie denn auch klar gerecht. Sehr sachlich und taktisch clever spielend ließ sie Dirk kaum eine echte Sieg-Chance. Sicher, ein zwei Frames mehr für Dirk wären vielleicht möglich gewesen. Aber auch so zeigte er eine recht ordentliche Leistung, er spielte langsamer aber auch überlegter und sauberer. Der 6:2-Sieg für Janet geht jedoch absolut in Ordnung.

Martin traf erneut auf Roland Heß und man konnte auf einen weiteren Partiegewinn für unseren Jungstar hoffen, aber Pustekuchen! Roland bot eine erstaunlich starke Performance, spielte taktisch bärenstark und blieb dabei praktisch fehlerlos. Einzig die Breaks waren nicht so berühmt, dadurch kam auch Martin zu Chancen. Aber er schaffte es nicht, seine Bälle komplett runterzuspielen, war hier sicher auch taktisch noch etwas unbedarft. Und das nutzte der Leipziger gnadenlos aus – bis hin zum 6:1.

Souverän entledigte sich Peter Frey seiner Aufgabe gegen Uwe Seypt. Nachdem unser Mann die drei ersten Frames total dominiert hatte, war Uwe beeindruckt wie verunsichert. Einen Tisch schoss Peter auch wieder komplett weg und auch im taktischen Bereich machte er viele feine Sachen. Vor allem achtete er weitestgehend auf einen halbwegs sicheren und rechtzeitigen Ausstieg – und damit gab es kaum einen Einstieg für den Leipziger. Ein von Peter eher selten zu sehendes Leckerli war seine Acht in die Mitteltasche, die zuvor press an der kurzen Bande lag. Das war dann auch das 6:1 für Peter.

Toni spielt bekanntermaßen sehr gern gegen starke Gegener – mit Thimo ging der Wunsch so für unseren Mann also in Erfüllung. So stark wirkte dann aber der Leipziger in dieser Partie gar nicht. Blöd nur, dass unser Akteur über die Distanz gesehen immer einen Fehler mehr machte als sein Gegenüber. Trotz schön gelochter Bälle machte er aus seinen Chancen zu wenig, da wäre mehr drin gewesen! So aber trat das Erwartete ein und der Leipziger wurde seiner Favoritenrolle erneut gerecht.

Das 3:5 nach der zweiten Runde konnte schon auf´s Gemüt schlagen, ein Sieg war jetzt fast nur noch theoretisch möglich und selbst für ein Remis musste Vieles passen in der Neunball-Runde – tat es aber leider nicht.

Erstes Neunball und hoppla – Überraschung! Dirk schlägt Janet, die gar nicht so recht begriff, was mit ihr geschah. War sie sich zu sicher? Sie spielte erstaunlich offensiv mit schönen Bällen, um zum Schluss immer wieder grandios zu scheitern. Dirk wurden die Frames quasi auf dem Silbertablet serviert. Und diesmal war er auch psychologisch auf einen solchen Fall vorbereitet, nutzte die sich bietenden Gelegenheiten fast durchgehend. Sein Selbstvertrauen wuchs und ihm gelangen sogar ein paar richtig schöne Sachen (z.B. Bogenball um aus einer Sicherheit zu kommen). Janet weiß, die Niederlage ist auch in dieser Höhe absolut ok. Und Dirk weiß, die Spieltechnik bleibt eine Baustelle.

Einen Partiegewinn gegen Uwe Seypt konnte man dagegen von Toni durchaus erwarten. Der wurde es auch – und mit 8:4 auch durchaus deutlich. Aber wieder einmal war Toni mit seiner Darbietung überhaupt nicht einverstanden. Vieles lief unglücklich für den Leipziger und Toni entschuldigte sich mehrmals für den Massel, den er in dieser Begegnung hatte. Einige schöne Bälle konnten so den zerfahrenen Gesamteindruck kaum kitten. Aber: Das ist eben auch 9-Ball – und der Partiegewinn ließ uns noch eine Chance – auf jeden Fall zum Remis.

Das es mehr als ein Remis kaum werden konnte, bestätigte dann auch die Partie zwischen Martin und Thimo. Interessanter Seiteneffekt: hier waren zwei Snookerer unter sich, auch nicht so häufig im Pool-Billard. In einer spektakulären offenen Feldschlacht hauten sich die beiden nur so die (gelochten) Bälle um die Ohren. Mit einer Fehlerrate gegen Null bei Thimo. Und im Rekordtempo von etwa zwanzig Minuten war denn auch das Lochfestival vorbei, mit einem klaren 8:2-Sieg für Thimo, der hier ganz großes Kino bot und einen keinesfalls traurigen Martin zurückließ. Für den Zuschauer jedenfalls war es ein wahrer Augenschmaus.

Ebenso denkwürdig, aber in ganz anderem Sinne war der Auftritt von Peter gegen Roland. Nachdem Peter in den Partien zuvor mit einer exzellenten Technik Klasse-Billard zeigen konnte, kam es hier zu einem so drastisch seit Ewigkeiten nicht gesehenen Einbruch seines Spiels. Erst glaubte man, unser Routinier hätte ein Konzentrationsproblem, dem war aber nicht so. Ein technischer Fehler hatte sich eingeschlichen, der sein ganzes Spiel massiv runter riss – und diesen Fehler bekam er auch nicht aus seinem Stoß raus. Da hätte der Leipziger schon sehr, sehr viel falsch machen müssen, um NICHT zu gewinnen. Mit einer Durchschnittsleistung (und mehr war auch nicht notwendig) fuhr er den klaren 7:1-Sieg ein. Tja, Shit Happen´s Peter, erfreulicherweise ist der Fehler inzwischen gefunden. Aber die Niederlage hier bedeutete auch die Gesamtniederlage für die Mannschaft – bitter!

Fazit:

Es bleibt festzuhalten, dass unsere Mannschaft nicht die Qualität hat, vor allem in der Breite, um gegen Mannschaften zu bestehen, die immer wieder in der Lage sind, einen Joker zu ziehen. Sicher, hätte Peter sein abschließendes Match gewonnen, dann hätten wir ein Remis FEIERN dürfen, denn Dirks Erfolg war überraschend. Mehr wäre kaum drin gewesen. Wir müssen das also akzeptieren und dürfen uns nicht verrückt machen lassen. Die Truppe hat nämlich nicht enttäuscht und das sollten wir in unsere nächsten Spiele mitnehemn, auf denn, weiter gehts!

Euer Peter

Uhyst als Spielverderber

Die zweite Garde unserer Pool-Billarder musste vor ihrem dritten Saisonspiel Wunden lecken. Nach zwei deftigen Auftaktniederlagen galt es, wieder Spannung aufzubauen und gegen den Uhyster BSV Punkte einzufahren. Seit einiger Zeit sind die Lausitzer aber komischerweise kein gutes Pflaster mehr für unsere Zweite. Der letzte Dreier liegt schon anderthalb Jahre zurück. Und auch dieses Mal machten die Akteure den Spielverderber für die PSC-Zweite. Zwar gab es den ersten Punkt, doch fühlte sich das Ganze eher wie eine Niederlage an. Zumal die 14+1-Auftaktrunde nach Plan verlief.

Martin Sturm – Tobias Jäkel 80:69

Tobias Jäkel war als unser wohl derzeit Stärkster der PSC-Zweiten in der 14+1-Disziplin auf Eins gesetzt und traf so fast folgerichtig auf den nominell Besten im Uhyster Aufgebot – Martin Sturm. Beide zeigten dann auch über weite Strecken eine gutklassige Leistung, doch es zeichnete sich bald ab, dass es keine Begegnung der hohen Breaks werden würde. Beide punkteten zwar konstant, entwickelten fein das Spiel, öffneten immer wieder schön die Pulks. Doch dann ging immer irgendetwas schief, bei Tobi leider mehr als bei Martin. 10 Foulpunkte, die unser Käpt´n kassierte, sprechen Bände und waren dann auch entscheidend für die Niederlage, die trotzdem noch recht knapp ausfiel. Im Duell zweier gleichwertiger Gegner lief das Ganze schon ziemlich unglücklich für ihn.

Silvio Jensch – Toni Kreibich 28:80

Der Uhyster Silvio Jensch musste Daniel Hoff, den stärksten Uhyster überhaupt ersetzen. Daniel konnte aus beruflichen Gründen nicht antreten, was eine erhebliche Schwächung für die Gastgeber bedeutete. Silvio ist ja eigentlich ein Billard-Kegler(!) und mühte sich nach Kräften. Aber eine echte Herausforderung war er dann verständlicherweise für unseren Toni Kreibich nicht. Toni genügte eine solide Leistung, um souverän den Match-Gewinn einzufahren. Zwar scheiterte er immer wieder an den giftigen Tascheneinläufen, aber ebenso oft legte ihm sein Gegner neue komfortable Einsteiger hin, sodass sogar noch ein erfreuliches 17er Break heraussprang. Und nach 25 Aufnahmen hatte er das Spiel auch im Kasten – klare Sache also.

Uwe Schillack – Peter Frey 43:80

Mit Uwe Schillack hatte unser Manschaftsältester schon des öfteren seine liebe Müh und Not, gerade im 14+1. Diesmal entledigte sich Peter Frey seiner Aufgabe gegen diesen unbequemen Gegner überzeugend. Dabei ging die Startphase klar an den Uhyster, der rasch mit 21:1 vorn lag, ohne dass Peter eine reelle Chance hatte in´s Spiel einzugreifen. Als Diese dann endlich kam, nutzte er sie und zwang seinen Gegner fortan permanent in die Defensive. Höhere Breaks als seine elf Bälle kamen leider nicht zustande, da ihm die Stellungen regelmäßig zu kurz gerieten. Aber in diesen Situationen blieb er ruhig und zeigte ein feines taktisches Spiel. Der Partiegewinn nach durchschnittlichen 37 Aufnahmen war klar und deutlich, gute Leistung von Peter.

Celine Funke – Dirk Rost 4:7(10-Ball)

Sein erstes Spiel bekam unser Dirk Rost nach ganz gut über die Runden, aber schon hier zeigte sich, dass das ein ganz diffiziler Spieltag für ihn werden würde. Natürlich war Dirk gegen die junge Celine Funke klarer Favorit- auch wenn sich Celine in den letzten beiden Jahren erheblich in ihrem Spiel weiterentwickelt hat. Und Dirk agierte im ersten Drittel recht überzeugend und ging mit 4:0 in Führung. Dann aber begann sein Spiel nachzulassen und die Uhysterin war umgehend im Spiel. Sie agierte mutig, auch risikoreich und wurde dafür belohnt. Zwar blieb Dirk trotzdem immer in Front und gewann am Ende noch relativ sicher, aber so recht überzeugend, vor allem selbstbewusst wirkte er am Ende nicht mehr.

Somit hatte unsere Zweite in dieser ersten Runde genau soviel Spielgewinne eingefahren, wie an den ersten beiden Spieltagen zusammen! Balsam auf die Wunden unserer Mannen und Motivation, das in der Achtball-Runde weiter auszubauen. Leider setzte es aber dort die ersten Dämpfer

Martin Sturm – Tobias Jäkel 6:0

Au weija, was für eine Watsche holte sich denn Tobias hier ab!? Schon während dessen 14+1-Partie war dem Beobachter nicht entgangen, dass unser Kapitän zunehmend genervt wirkte. Das waren geeignete Voraussetzungen, sich in eine unaufhaltsame Abwärtsspirale zu begeben. Und so passierte es denn auch. 3:0 hätte Tobi nach drei Frames führen können, aber 0:3 stand es, immer weil er kurz vor der Ziellinie patzte und dabei auch noch ausgiebig den Pechvogel spielte (das Eine kommt selten allein). Was nützt es da, wenn man zuvor durch schöne Spielentwicklung auf sich aufmerksam machte. Äußerst ungünstig, wenn man hochgradig gefrustet neben sich steht – und wenn dann auch noch der stärkste Uhyster am Tisch steht. Martin ließ sich nicht lange bitten und schaukelte den Sieg humorlos nach Hause.

Celine Funke – Peter Frey 1:6

Einen spieltechnisch, taktisch unterlegenen Gegner in keiner Phase in´s Spiel kommen zu lassen, permanent Druck auszuüben, gesunde Selbstsicherheit mit Stärke zu verbinden. Das gelang Peter gegen Celine vorbildlich. Wenn die Uhysterin schon mal an den Tisch durfte, hatte sie immerzu schwere Aufgaben vor sich liegen. Beizeiten wirkte sie verunsichert und unser Haudegen hielt auch danach weiter den Druck hoch. Einen Frame schoß er aus, die anderen erzwang er allesamt mit hervorragendem taktischen Spiel. Celine holte sich ihren Ehren-Frame mit mehreren mutigen langen Bällen. Aber der Sieg für unseren Akteur stand nie in Frage, der Klassenunterschied deutlich sichtbar.

Silvio Jensch – Dirk Rost 6:5

Nach Tobi´s Pleite hier nun die zweite böse Überraschung des Tages, denn Dirk schaffte es nicht Silvio Jensch zu bezwingen. Zwar war die Niederlage knapp, unglücklich aber war sie keinesfalls! Man ist geneigt, es Dirks nachlassender Technik zuzuschreiben. Aber es scheint, dass die Dinge eher im mentalen Bereich liegen. Vielleicht war der Druck, für die Mannschaft gewinnen zu MÜSSEN einfach zu hoch und lähmte sein Spiel. Jedenfalls blieb er klar unter seinen Möglichkeiten und setzte so – ähnlich wie Tobias – eine psychologische Abwärtsspirale in Gang.

Uwe Schillack – Toni Kreibich 5:7(10-Ball)

Ja, Toni´s Gefühl jetzt am Tisch mit den heikelsten Taschen zu spielen trog nicht, Peter konnte ihm das von seiner Partie her bestätigen. Bis kurz vor Toni´s 3:0 hatte Uwe Schillack keinen Stich gesehen, da verschoss unser Mann eine Standard-Zehn und man konnte wieder mal sehen, wie schnell ein Spiel sich drehen kann. Statt 3:0 also 2:1 und plötzlich war der Uhyster im Spiel. Nachfolgend wurde das eine ganz enge Kiste, obwohl Toni immer wieder starke Szenen hatte. Im zwölften Frame unterlief im erneut ein unnötiger Fehler und man stellte sich schon auf den Entscheidungs-Frame ein. Aber was macht Uwe: Er verschießt die Zehn, die dann auch noch im Tascheneinlauf liegen bleibt. Und damit für Toni das gute Ende eines Zitterspieles, in dem er zu viele Loch- und Safety-Fehler offenbarte. Aber ganz wichtiger Punkt, wie sich noch herausstellen sollte!

Man muss sagen: NUR zwei Partiegewinne, das war natürlich suboptimal. Selbst das Remis war noch nicht in trockenen Tüchern. Und leider schaffte es unsere Mannschaft in der Neunball-Runde dann auch nicht über die Sieg-Ziellinie.

Uwe Schillack – Tobias Jäkel 8:5

Zwar gelang es Tobias, phasenweise die Konzentration wieder zu gewinnen und auch mit 2:0 in Führung zu gehen. Aber die Unzufriedenheit mit sich selbst, das Heranlassen aller möglichen äußeren Faktoren und die damit verbundene Einbuße an Spieltechnik ließen mehr als ein achtbares Ergebnis nicht zu. Wohlgemerkt gegen einen Gegner, dem Tobi inzwischen spieltechnisch eigentlich überlegen ist. So aber baute er den Uhyster Routinier Stück für Stück auf, sodass der sogar einen Lauf bekam und elegant die Tische abräumte. Folgerichtig gewann Uwe Schillack verdient und für unseren Kapitän wurde es eine gute Lektion, wie man sich mental den Spieltag – ähm – versauen kann.

Celine Funke – Dirk Rost 8:5

Man möchte sagen: Es kam wie es kommen musste. Unser Dirk quälte sich über die Runden, nichts mehr zu sehen von dem, was er sich in den vergangenen Monaten angeeignet hat, wir sahen ein Nervenbündel. Das entging Celine nicht, die baute immer mehr Selbstvertrauen auf, spürte, dass ihr Gegenüber “zu packen” war. Auch wenn ihr nicht alles gelang, viele Positionen daneben gingen, sie spielte mutig und offensiv, verdiente sich den Erfolg redlich – und als sie am Ende verstohlen eine Siegfaust machte und ihr ein leises JA entfleuchte, musste man sich irgendwie mitfreuen. Für die Siegambitionen unserer Mannschaft aber war das natürlich gar nicht gut.

Silvio Jensch – Toni Kreibich 5:8

Man konnte gut sehen, was doch ein Erfolg für´s Selbstvertrauen bedeuten kann. Nach seinem vorherigen Sieg gegen Dirk trat Silvio gegen unseren Toni doch ein ganzes Stück anders auf. Und trotzdem: Die Qualitätsunterschiede zwischen beiden Spielern waren deutlich. Und auch wenn das Ergebnis nicht gerade totale Dominanz vermuten lässt, hatte man in keiner Phase den Eindruck, dass unser Spieler den Sieg aus der Hand geben würde. Na gut, im Neun-Ball ist vieles möglich und einen Frame holte sich Silvio auch per Fluke. Letztendlich genügte Toni aber eine solide Leistung, um das Spiel nach Hause zu schaukeln. Damit war ein Punkt für die PSC-Zweite im Kasten.

Martin Sturm – Peter Frey 7:4(10-Ball)

Da hatten wir den Salat, wieder einmal war Peter gefordert den Sieg zu retten – und diesmal scheiterte er. Erstens weil er den Start verschlief, zwei relativ leichte Bälle am Anfang wegließ. Dann, weil Martin, obwohl ihm auch nichts so recht gelang, immer wieder versehentlich das Kunstück fertig brachte, Peter schier unlösbare Probleme liegen zu lassen. Diese permanenten Aufgaben nagten zusehends an Peter´s Spielsicherheit, sodass ihm nach Jahren sogar mal wieder ein Lochfehler aus “Ball in Hand” gelang. Dann aber war er im Spiel, lochte und stellte sehenswert, robbte sich auf 4:5 ran. Blöd nur, dass auch der Uhyster immer stärker wurde und mit großer Selbstverständlichkeit und technischer Klasse seine Chancen nutzte. Ohne insgesamt zu enttäuschen, die Spannkraft das zu kontern, hatte Peter dann doch nicht mehr.

Fazit:

Sehen wir es positiv, der erste Punkt ist im Kasten. Er wurde in der Fremde erspielt und die rote Laterne ist die PSC-Zweite erstmal los. Viel Zeit zum Ärgern bleibt nicht, die nächste Aufgabe steht schon vor der Tür. Die POOL´s Dritte aus Leipzig gibt sich am 1.November die Ehre in Dresden. Bauen wir uns nicht zu sehr Druck auf, denn die Chancen dann den ersten Dreier der Saison zu landen, stehen sooo schlecht nicht. Viel Erfolg!